Donnerstag, 26. Oktober
2000
Um 13:00 h ist Ankunft in
Riga.
Nach einer Stadtbesichtigung
und dem ersten lettischen Essen starten wir im Kleinbus
in Richtung Rezekne,
etwa 260 km östlich von Riga
und nur noch etwa 30 km von der russischen Grenze
entfernt. Um 20:30 h kommen wir in Rezekne an und
beziehen die Zimmer im Hotel.
Freitag, 27. Oktober
2000
Um 09:00 h werden wir vom
Bürgermeister
der Stadt empfangen. Er begrüsst uns und gibt uns
die ersten Informationen über die Stadt, die Region
und das Spital.
10:30 h erreichen wir das Spital
und werden dort
von der Spitalleitung,
den leitenden Oberärzten und dem leitenden
Pflegepersonal empfangen. Nach der Begrüssung durch
den Vorsteher des Gesundheitswesens dieser Region
erzählt Dr.
H. R. Banderet
über unseren Verein und über die Gründe,
warum wir hier sind. Jeder der Delegation stellt sich
vor. Die Chefin der Regionalen Krankenkasse erklärt
uns die finanzelle Situation und wie das soziale Netz
aufgebaut ist.
Anschliessend werden wir von Aerzten durch das Spital
geführt. Man zeigt uns die einzelnen Abteilungen der
Medizin und der Chirurgie, Operationssäle,
Kinderabteilung, Notfallstation,
Röntgen,
CT und
Ultraschall, Polikliniken (vom Spital getrennt) usw. Das
Gebäude der Polikliniken ist zwar mit seinen 25
Jahren rund zehn Jahre älter als das Spital, aber
dank besserer Bausubstanz in viel besserem
Zustand.
15:00 h ist Besammlung
beim Bus für eine Fahrt
zur Aglyunas-Basilika,
etwa 40 km südlich
von Rezekne. Diese Basilika wurde von den vertriebenen
Katholiken erbaut und ist heute eine Wallfahrtskirche. Im
Jahre 1993 kam der Papst Johannes II auf Besuch, zu
diesem Anlass wurde die Basilika renoviert.
Samstag, 28. Oktober
2000
Um 08:00 h sitzt die
ganze Delegation aus Basel am Frühstückstisch
und bespricht das Gesehene. Wir halten fest,
dass
- die Hygiene der
Apotheke
und auch deren Einrichtung verbesserungsbedürftig
ist.
- im Bereich
Röntgengeräte das Nötigste vorhanden ist
und sich in zeitgemässem Zustand befindet, also
damit gearbeitet werden kann.
- die Psychologische
Führung der Patienten verbessert werden
kann.
- Im Pflegebereich noch
einiges zu tun ist.
- Normalerweise
Fachzeitschriften in den Büros von Spitalleitungen
oder bei Chefärzten verschwinden. Daher ist ein
Internetzugang vielleicht sinnvoll, da so über alle
Fachgebiete die neusten Infos abgerufen werden
können. Auch ist wohl die Motivation grösser,
da das Internet auch privat genutzt werden
könnte.
09:30 h gehen wir in die
Stadtbibliothek,
um für das "Schweizer Lesezimmer" von der
GR-Stiftung einen Platz zu finden. Die Bibliothekarin ist
sehr interessiert an deutschsprachigen Büchern. Sie
würde gerne eine Ecke für dieses Projekt
freihalten.
Etwas nach 10:00 h fahren
wir zu einem Töpferatelier.
Wir bekommen einen kurzen Einblick in dieses Handwerk und
haben anschliessend auch Gelegenheit, fertige Produkte zu
kaufen.
Um 12:00 h kehren wir
zurück ins Spital, wo wir uns in Interessengruppen
aufteilen.
Gegen 15:00 h trifft man
sich bei Kaffee
und Kuchen. Nach
kurzer Stärkung
wird gemeinsam diskutiert, was die Bedürfnisse des
Fachpersonals von Rezekne sind und was wir von unserer
Seite an Hilfe offerieren können.
- Alle Bereiche
würden Weiterbildung sehr begrüssen. Dazu ist
auch Fachliteratur von grosser Bedeutung.
- Weiterbildung für
die Familienärzte.
- Ausbildung in neuen
Techniken.
- In Laparoskopie sowie in
Neurochirurgie besteht sehr grosse Interesse.
- Dr. Claudia Muralda
möchte die HNO-Ärztin in die Schweiz einladen,
um ihr im Raum Basel gewisse Methoden und Techniken zu
zeigen.
Gegen 19:30 h treffen wir
uns im Hotel "Latgale" zum gemütlichen
Nachtessen.
Sonntag, 29. Oktober
2000
Nach einem guten
Frühstück und Begleichen der Hotelrechnung
starten
wir um 08:30 h
mit dem Kleinbus in Richtung Riga.
Der Rückflug startet um 13:30 h.