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Moldova

Das Bezirksspital in Cimislia, südlich der Hauptstadt Chisinau, ist unter anderem dank Kontakten mit einem dort tätigen Schweizer Geschäftsmann und seinem einheimischen Geschäftsführer unser Partnerspital geworden

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Viele berufstätige Menschen aus der Republik Moldova verdienen ihren Lebensunterhalt im Ausland. Zurück bleiben Kinder und ältere Leute. Da die medizinische Grundversorgung ungenügend ist, resp. die Leute armutsbedingt nicht zum Arzt gehen, sind relativ viele Patienten erst im Spital, wenn sich schwerwiegende Komplikationen wie Hirnblutungen, Halbseiten-Lähmungen usw. einstellen. Die Rehabilitation dieser Patienten ist ein grosses, bisher ungelöstes Problem. Darum wollten wir uns schwergewichtig der Rehabilitationsmedizin in Cimislia annehmen und konnten ein Rehabilitationszentrum aufbauen.Die praktische fachliche Unterstützung in Physiotherapie und Neurorehabilitation ist unser Hauptanliegen ebenso wie die Unterstützung der Physiotherapie- Ausbildung im Zentrum Chisinau. Im nebestehendem orangem Feld sind die Programme unserer Seminare und der Workshops einzusehen. Im Jahre 2016 wurde ein neues Projekt in Angriff genommen: die Entwicklung einer neuen Rehabilitationsabteilung in der Haupstatt Chisinau, zusammen mit der Abteilung für Neurorehabilitation der dortigen Universität.

16.06.2016

Spital Cimislia

1. Hauptgebäude: Das Spital hat noch mehrere Nebengebäude

2. Operationssaal: Die Ueberwachung der Relaxationstiefe mittels Muskelstimulator hat eine qualitative Verbesserung der Anästhesie-Technik gebracht

3. Eine Norwegische Hilfsorganisation hat eine neue Waschmaschine für die Spitalwäsche gestiftet

4. Die Platzverhältnisse und Umstände werden mit stoischer Ruhe akzeptiert

5.Die gut ausgerüstete Intensivstation

6. Improvisationstalent führt zu brauchbaren und alltagstauglichen Lösungen

7. Für dieses Ultraschallgerät konnte eine neue Sonde durch den BFV organisiert und bezahlt werden, dies als erste „Massnahme“ unserer Moldaugruppe 2012

8. Raum für kleinere Interventionen

9. Die handgeschriebenen Akten werden zur Rechnungsstellung von der Patienten- Abrechnung bearbeitet

Das Bezirksspital Cimislia bedient ein Rayon von ca. 70'000 Einwohnern. Es hatte zu Sowjet Zeiten ursprünglich mehrere hundert Betten, aktuell ca. 150 für Chirurgie, Traumatologie, Innere Medizin, Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie, Neurologie und Rehabilitationsmedizin. Seit einigen Jahren (2010) werden die stationären Patienten mittels Fallpauschalen (DRG = diagnosis related groups) abgerechnet, wie dies z. Bsp. In Deutschland und in der Schweiz gemacht wird. Dank kontinuierlich eingeleiteter Sanierungsmassnahmen (Dächer, Fassaden, Fenster, Heizung) ist der bauliche Zustand gut. Zum Teil wurden diese mit externen finanziellen Zuwendungen (Norwegen, Schweiz) unterstützt.

13.06.2016

Umbau und Eröffnung Rehabilitationszentrum

1. Dokumentation des Umbaus

2. So sah der alte Physiotherapieraum aus

3. Ehemaliger Turnsaal

4. Das Lenkrad diente der Schulter-Armmobilisation

5. Alle baulichen Massnahmen wurden durch lokale Arbeiter resp. Firmen ausgeführt unter Leitung des Spitalarchitekten und der Spitaldirektorin Dr. Mariana Florea. In vielen gemeinsamen Diskussionen haben wir uns um nachhaltige und dauerhafte, möglichst funktionale Lösungen bemüht. Das Resultat lässt sich sehen und wurde von lokalen und schweizerischen Fachleuten sowie von den Patienten und Mitarbeitern gelobt

6. Alte sanitäre Anlagen

7. Rollstuhlgängiges WC im neuen Reha-Zentrum

8. Alle Geräte und Ausrüstungen stammen aus Deutschland, da in der Republik Moldau dafür keine Produktionsmöglichkeiten bestehen und für diese Importgüter, z. Bsp. aus Italien, horrende Preise bei mässiger Qualität bezahlt werden müssten.

9. Ergotherapie

10. Der neue, kleinere Turnsaal

11. Alles noch funktionstüchtige Material, speziell für physikalische Massnahmen, wurde von der alten Physiotherapie-Abteilung übernommen

12. Unsere Gruppe mit Frau Dr. Mariana Florea bei der Eröffnungsfeier im Mai 2015

13. Spitalpersonal bei der Eröffnungsfeier

14. Spitalpersonal bei der Eröffnungsfeier

15. Die Physiotherapeutin Aurica übt mit einer Patientin das Gehen am Rollator. Ihr Sohn unterstützt sie dabei

16. Die Ehefrau des Patienten wird instruiert, was sie später auch zuhause zur Spitzfuss-Prophylaxe tun kann

17. Der „Gold-Standard“ wird von Kurt Luyckx, Leiter Physiotherapie Neurorehabilitation Kliniken Valens, instruiert

18. November 2016: Kurt Luyckx, Klinik Valens, mit StudentInnen der Kinetotherapie-Hochschule Chisinau

19. November 2016: Juliane Ebert, Ergotherapeutin an der Klinik Valens, behandelt eine Patientin mit Schluckproblemen

20. November 2016: Stefanie Keel, Physiotherapeutin Klinik Valens, bei der Therapie im Turnsaal

Wir entschieden uns 2012, die Erneuerung der Physiotherapie und den Bau eines Rehabilitationszentrums als Hauptprojekt anzugehen. Es gab damals landesweit nur ein Rehabilitationszentrum für Erwachsene und ein modernes Kinder-Reha-Zentrum in Chisinau. Die Wartezeiten für Erwachsene betrugen 12(!) Monate. In Cimislia sollte eines der 5 zusätzlichen „Satelliten- Zentren“ als Pilotprojekt entstehen. Unsere Projekteingabe wurde von DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) verdankenswerterweise angenommen und von unseren Partnern in Cimislia (bauliche Massnahmen) und unserer Moldaugruppe (Ausrüstung und know how-Transfer) 2014 gemeinsam umgesetzt. Im Mai 2015 konnte das Zentrum offiziell eröffnet und seit Januar 2015 bereits viele Patienten behandelt werden

12.06.2016

Seminare und Workshops

1. Seminar 2012 mit breitgefächerten Themen. Esther Eichenberger als Wund-Pflegeexpertin hält den Vortrag auf Englisch. Dieser wird simultan auf Rumänisch übersetzt

2. Der Chefarzt der Chirurgie Dr. Igor Ciobanu beteiligt sich an der lebhaften Diskussion

3. Frau Prof. G. Moraru, Prof. O. Pascal, Dr. M. Florea und ein Regierungsvertreter des Raions Cimislia (von re nach li) bei der Eröffnung des Seminars 2014

4. Dr. med. Rolf Maager referiert über Low back pain (Seminar 2015)

5. Workshop für Pflegefachfrauen im alten Physiotherapie-Raum

6. Workshop im neuen Turnsaal für Pflegende der Abteilungen zum Thema „Mobilisation“. Siehe auch die nächsten 2 Bilder

7. Workshop

8. Workshop

Ab 2012 stellten wir in den jährlich organisierten Herbst- Seminaren das Thema Rehabilitation in den Vordergrund. Alle SpitalmitarbeiterInnen wurden sensibilisiert für die Wichtigkeit von Frühmobilisation, Dekubitusprophylaxe, den Einbezug der Angehörigen, die Planung der Therapie zuhause nach Spitalaustritt sowie eine geeignete einfache Hilfsmittelversorgung. Zudem wurden low back pain, diagnostische Möglichkeiten, Primär- und Sekundärprävention thematisiert. Die Vorträge und Workshops werden Englisch gehalten mit Simultanübersetzung und Abgabe von Rumänischen Unterlagen.

10.06.2016

Schweizerabend

Hervorragende „Hausfrauenkost“, frisch und fachgerecht zubereitet von der einheimischen Kochequipe, ein einziger Genuss! Dazu gibt’s moldauischen Wein (Moldawien war der Weinkeller der Sowjetunion) und Cognac, beides von hervorragender Qualität.

Eine lokale Volkstanzgruppe, die als Dank für uns und die Gäste zur Feier der Rehazentrums-Eröffnung organisiert wurde

Dr. Lilia Ciobanu, Ophthalmologin des Spitals, Projektmanagerin vor Ort, Dolmetscherin, Gastgeberin und vieles mehr, einfach unentbehrlich für das Projekt. Dr. Mariana Florea, Direktorin des Spitals Cimislia, die natürlich die Fäden zieht und mit uns zusammen entscheidet, wie das Projekt sich weiterentwickelt

Markus Beck (re), Besitzer, und Andrej Timciuk, Geschäftsführer der Firma Beck und Co. Cimislia

Claudia Probst mit ihrer Gastfamilie. Tatjana, Basile und Vasile Cotoros

Gérald und Trudi Berthet (stehend), Rade Jović und Claudia Probst (sitzend) mit unseren Moldawischen Freunden

Georg Zeilinger (li) und Helmut Gerber

Hans-Ruedi Banderet stellt die Schweiz vor, Lilia dolmetscht

Am Schluss des Schweizer-Abends gab es für alle Gäste ein Stück Käse als „Bhaltis“

Seit 2012 organisieren wir jährlich einen „Schweizerabend“ mit 70-80 Gästen, die von Dr. Mariana Florea eingeladen werden. In der Mensa der Firma Beck+Co pflegen wir das gemütliche Zusammensein bei Speis und Trank, natürlich auch mit Musik und Tanz, was bei solchen Anlässen in der Republik Moldau nicht fehlen darf. Dabei werden viele Banden enger geknüpft und das gegenseitige Verständnis gefördert. Fremdsein ist einer angenehmen Vertrautheit gewichen, die die Zusammenarbeit in Zukunft erst ermöglicht. Die Kosten für den Abend werden von der Firma Beck und von der Moldau-Gruppe privat vollumfänglich übernommen. Markus Beck und Andrei Timciuk, Geschäftsführer der Firma (Landwirtschafts-Anhänger) dienten uns von Anfang an als wichtigste Türöffner sowohl lokal wie auch in Chisinau bei Behörden. Auch der Transport aller Geräte von Deutschland nach Cimislia wurde durch sie organisiert.